Willkommen beim Glampen – der glamourösen Art zu campen
Glampen setzt sich sprachlich betrachtet, aus Glamour und Campen zusammen. Denkt man an Campen oder Zelten assoziiert man gewöhnlich eine Urlaubsart damit, die meistens jeglichen Luxus entbehrt. Genächtigt wird in kleinen Zelten in einem Schlafsack, oftmals geplagt von Kälte, Mücken und öffentlichen Toiletten und Duschen.
Die Idee des Glamping Konzeptes ist es aber, Luxus und Natur in einem außergewöhnlichen Reiseerlebnis zu vereinen.
Dabei wird der Schlafsack zum Kingsize Bett und der kleine Gaskocher weicht dem persönlichen Koch. Im geräumigen Zelt finden Küche, Spa-Bereich und ein Schlafgemach Platz und der Camper genießt den atemberaubenden Blick auf die Natur. Nebenher surft er im Internet oder lässt sich sein 5-Gänge Menü unterm Sternenhimmel auf der Zunge zergehen.
Auf diese oder ähnliche Art und Weise kann man sich das Glamping Konzept vorstellen, das bei Luxus-Urlaubern immer stärkeren Anklang findet. Es wird ein Erlebnis von Lagerfeuerromantik und Abenteuer in der Natur geboten, ohne aber auf jeglichen Komfort verzichten zu müssen.
Wie beim „normalen“ Campen wird zwar auch in Zelten übernachtet, diese haben aber eher die Dimensionen eines Appartements und oft ist sogar ein 24 Stunden Butlerservice inbegriffen. Insgesamt stehen eher wenige, dafür aber umso besondere, exklusiv ausgestattete Zelte auf den Campingplatz, um zu gewährleisten, dass der Gast auch wirklich die Stille erleben kann, die einem nur die Natur wiedergeben kann.
Die beliebtesten Ziele für Glamping-Urlauber sind Afrika und Thailand, mittlerweile findet man aber auch viele Angebote in Europa und Amerika.
Eingebettet in der fast unberührten Natur Kanadas befindet sich beispielsweise das Clayoquot Wilderness Resort. Man entsteigt dem Wasserflugzeug und findet sich selbst inmitten der natürlichen Vielfalt eines Regenwaldes wieder. In Sichtweite inmitten des Clayoquot Sound Biosphere lassen sich Bären, Wale und Otter in ihrem natürlichen Lebensraum beobachten. Nach körperlich anstrengenden Aktivitäten wie Reiten, Kanufahren, Wandern und Klettern kann man sich bei einer Massage erholen. Oder man schaut dem Chefkoch Timothy May beim Kochen und Grillen über die Schulter und sammelt dabei exklusive Tipps.
Und wenn die Nacht hereinbricht, kann man den Sternenhimmel beobachten und sich anschließend in sein Zelt zurückziehen. Dieses ist mit Holzböden, antiken Möbeln und Teppichen ausgestattet und verspricht dadurch komfortable Nachtruhe.
Das Ressort verspricht aber nicht nur für den Gast Gutes, es setzt sich auch aktiv für Umwelt und Natur ein. Um das von der Unesco anerkannte Biosphären-Reservat zu erhalten, investiert das Ressort einen Teil der Einnahmen, um die Lebensräume für die einheimischen Tiere zu erhalten und die Umwelt zu schützen.
Wer nicht so weit reisen will, wird auch in Frankreich eine weitere Art des Glampen finden, die mit ebenso viel Charme überzeugen kann. Im Canvas Chic in Südfrankreich trifft man auf 14 weiße Jurten, die alle individuell und liebevoll eingerichtet sind. In bequemen Doppelbetten und mit Esstisch und Stühlen sowie orientalischen Teppichen ausgestattet, findet man auch hier inmitten der Ruhe des Waldes einen Zufluchtsort vor der Hektik des Alltags. Dabei zeigt sich auch das Canvas Chic im Mille Ètoiles besonders umweltfreundlich. Die Möbel sind aus recyceltem Holz, das Regenwasser wird gesammelt und wiederverwendet und das angebotene Essen besteht aus Bio-Produkten.
Der wohl größte Unterschied zwischen Campen und Glampen ist allerdings: „ein Glamper schaut nicht auf den Preis.“ Aber jeder Einzelne muss dabei Luxus für sich selbst definieren. und sich fragen, was Nächte unterm Sternenhimmel, das Rauschen des Windes und der Flüsse sowie die Vollkommenheit der Natur wert ist.
Alle Bilder stammen vom Clayoquot Wilderness Resort.